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4in6: Im Tunnel fremde Gefilde durchqueren
IPv6 statt IPv4: Das Internet einem neuen Standard der Adressierung anzupassen, erinnert ein wenig an die Einführung neuer Postleitzahlen in Deutschland anno 1993. Die damalige Bundespost hatte schon lange mit einer deutlichen Aufstockung der einst 3.400 Postleitzahlen geliebäugelt; um das stetig wachsende Sendungsaufkommen im Griff zu behalten, brauchte es eine gezieltere Sortierung - die vierstellige Leitzahl bot dafür aber nicht den nötigen Spielraum. Mit der deutschdeutschen Wiedervereinigung ergab sich dann die perfekte Gelegenheit, den Plan in die Tat umzusetzen. Und im erweiterten Adressraum konnte Großkunden auch eine eigene Postleitzahl zugeordnet werden, was die Verteilzentren deutlich entlastete. Indes: In den Poststellen vieler Firmen hielt sich die Begeisterung zunächst in Grenzen. Bewährte Abläufe mussten Stück um Stück dem neuen Standard angepasst werden, von der Frankiermaschine bis hin zum Briefpapier. Bis die vierstellige Postleitzahl hierzulande endgültig Vergangenheit war, vergingen viele Jahre.
Heute sind es die Administratoren großer Netzwerkstrukturen, denen der Übergang in einen erweiterten Adressraum oft schwer im Magen liegt. Noch sind viele Netze in aller Welt nicht auf den Parallelbetrieb von IPv4 und IPv6 ausgelegt, Verbindungen können oft nur auf Umwegen hergestellt werden. Welche Methode zum Einsatz kommt, hängt von den jeweiligen technischen Rahmenbedingungen ab. „4in6“ dient dabei dem Transport von IPv4-Datenpaketen innerhalb von IPv6-Umgebungen und bildet die umgekehrte Variante von „6in4“. „4in6“ erfordert auf beiden Seiten der Verbindung das Vorhandensein eines Routers, der den Parallelbetrieb beider Protokolle unterstützt („Dual Stack“). Am Startpunkt wird das IPv4-Datenpaket in ein IPv6-Paket eingehüllt und kann den erweiterten Adressraum durch den entstandenen „Tunnel“ durchqueren. Vor dem Eintritt in die IPv4-Umgebung wird die IPv6-Hülle dann in einem weiteren Dual-Stack-Router wieder entfernt. „4in6“ wie auch „6in4“ können nur über sogenannte Tunnelbroker realisiert werden. Dabei handelt es sich üblicherweise um lokale bzw. nationale Internet Service Provider, die den IPv6-Übergang in einzelne Netze in der Regel aber nur nach vorheriger Registrierung anbieten. Bei einem Wechsel des Providers muss die Konfiguration der Übertragung entsprechend angepasst werden, sodass Übergangsmechanismen wie „4in6“ stets mit einem erhöhten administrativen Zeitaufwand verbunden sind. Um die IPv4-Datenpakete zu transportieren, erfordert es eine Verbindung zwischen zwei Protokollen an dessen Anfang und Ende jeweils ein Netzwerkgerät angeschlossen ist. Dabei gelten der Startpunkt und Endpunkt des Datentransfers als Endstellen. Gute Endstellen auf beiden Seiten des Tunnels stellen u.a. die Dual-Stack-Router aus dem Hause Cisco dar. Cisco Router schaffen ein intelligentes, reaktionsfähiges und integriertes Netzwerk, das auf lernfähigen und agilen Technologien basiert. Dabei können sowohl aktuelle als auch generalüberholte Routing-Produkte eingesetzt werden. Cisco Systems als weltweit führender Anbieter von IT Lösungen bietet dabei eine umfassende Auswahl an Dual-Stack-Routern.